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IKT-Lehrgang: Neue DIN 1986-30

16.05.2012

Zweitägiger Lehrgang vermittelt die Inhalte der überarbeiteten Norm in Theorie und Praxis.

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4. Deutscher Tag der Grundstücksentwässerung in Dortmund

08.03.2012

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IKT-Lehrgang "Zertifizierter Berater Grundstücksentwässerung"

31.08.2011

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Aufbaukurs für ZBG: Sachkunde Dichtheitsprüfung

14.07.2011

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Spezifikationen für Hausanschlussliner

Anforderungen an Schlauchliner zur Renovierung von Hausanschluss- und Grundleitungen für häusliches Abwasser formuliert

Das Schlauchlining ist eines der wichtigsten Renovierungsverfahren im Bereich der privaten Abwasserleitungen. Bisher fehlten aber noch konkrete Anforderungen an die Beschaffenheit von Hausanschlusslinern. Das soll sich voraussichtlich im Februar 2012 mit der Einführung von öffentlich verfügbaren Spezifikation (DIN SPEC) ändern.

Für die Schlauchliner-Technik im öffentlichen Bereich liegen normative Anforderungen bereits vor (DIN EN ISO 11296-1:2011 und DIN EN ISO 11296-4:2011). Da sich die Anforderungen an Hausanschlussliner davon jedoch zum Teil deutlich unterscheiden können – zum Beispiel in Hinsicht auf die Bogengängigkeit in kleinen Nennweiten –, wurde für den Grundstücksbereich ein einheitlicher Standard entwickelt. Dieses oft auch PAS – Publicly Available Specification – genannte Dokument dient als Ergänzung zum bestehenden Normen- und Regelwerk.

Die Anforderungen der PAS werden für den Anwendungsbereich „häusliches Abwasser“ gelten. Für den Einsatz bei weitergehenden Anforderungen, z.B. bei gewerblichem oder industriellem Abwasser, wurden Hinweise formuliert.

Dicht, standsicher, betriebssicher
Um das Sanierungsziel einer dichten Hausanschlussleitung zu erreichen, fordert die Spezifikation von den Linern dauerhafte Dichtheit, Standsicherheit und Betriebssicherheit für den Zeitraum der geplanten Nutzung von mindestens 50 Jahren. Die Anbindungen an Schächten, Zuläufen oder am Hauptkanal halten meist nicht so lange. Hier sind laut PAS über den Zeitraum der Nutzungsdauer Nacharbeiten erforderlich.

Sicherung der Qualität
Die PAS formuliert Anforderungen an die Überwachung und Dokumentation der Linerproduktion durch den Hersteller sowie an die Anwendung des Verfahrens durch den ausführenden Betrieb. Grundstückseigentümern wird in der PAS empfohlen, einen von der Sanierungsfirma unabhängigen, fachkundigen Dienstleister mit der Überwachung und der Abnahme der Maßnahmen zu beauftragen.

Planung der Maßnahme
Um entscheiden zu können, ob ein Hausanschlussliner zur Renovierung einer schadhaften Leitung eingesetzt werden kann, müssen zunächst Leitungsdaten und Randbedingungen ermittelt und geprüft werden. Die Ausprägung vorhandener Schäden ist insbesondere hinsichtlich der Standsicherheit der Leitung einzuschätzen.

 

Ausführung der Arbeiten
Hausanschlussliner werden vor Ort unter nicht immer komplett kontrollierbaren Bedingungen hergestellt. Umso wichtiger ist es, sorgfältig zu arbeiten und sich an die Vorgaben des Verfahrenshandbuchs zu halten. So ist unter anderem eine Mindestwanddicke von 3 mm vorgeschrieben, die nur unter bestimmten Bedingungen unterschritten werden kann. Zudem darf der Liner keine Falten werfen, die die hydraulische Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Es werden Grenzwerte für die Faltengröße aufgeführt. Für den Nachweis der Hochdruckspülbeständigkeit reicht die DIBt-Zulassung aus.

 

Abnahmeprüfung und Probenentnahme
Nach Abschluss der Arbeiten ist laut PAS eine TV-Inspektion und eine Dichtheitsprüfung nach DIN EN 1610 mit Wasser- oder Luftdruck durchzuführen. Außerdem ist eine Wanddickenmessung vorzunehmen. Wo es möglich ist, wird eine Probenentnahme zur Prüfung der Dichtheit und der Stabilität empfohlen.

Die PAS wurde gemeinsam entwickelt vom IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH und den Teilnehmern der Anwenderworkshops, darunter Vertreter der Industrie, der Systemanbieter, der Kanaldienstleister sowie Mitarbeiter von Abwassernetzbetreibern und Ingenieurbüros. Die Veröffentlichung wird betreut vom Bereich Innovation und Standardisierung im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.



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